Keine Barrierefreiheit am Bahnhof Puchheim Barrierefreier Ausbau ist nicht geplant

02. Februar 2016

Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, Ältere mit viel Gepäck oder Eltern mit Kinderwägen werden es auch in Zukunft am Bahnhof Puchheim schwer haben: In den Planungen des Freistaats Bayern zum barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen bis 2018 ist der Bahnhof Puchheim nicht aufgeführt.

Bis 2018 legt der Freistaat sein Augenmerk auf den Ausbau anderer Bahnhöfe mit barrierefreien Zugängen. „Ich verstehe nicht“, so der Landtagsabgeordnete Dr. Herbert Kränzlein, warum der Bahnhof Puchheim beim barrierefreien Ausbau der Staatsregierung hinten ansteht. Bürger mit eingeschränkter Beweglichkeit aus Puchheim und Umgebung benötigen diesen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr dringend.“

Welche Bahnhöfe im Rahmen des Programmes „Bayern barrierefrei 2023“ ausgebaut werden und welche Prioritäten die Landesregierung dabei setzt, konnte Kränzlein nicht erfahren. Das Verkehrsministerium beantwortete eine entsprechende Anfrage des Abgeordneten ausweichend und verwies auf unverhältnismäßigen Aufwand bei der Abfrage der Prioritäten einzelner Ressorts. Eine mitgeschickte Liste der zum Ausbau vorgesehenen Bahnhöfe führt den Puchheimer Bahnhof nicht auf. Dies steht auch im Gegensatz zu den von der Deutschen Bahn der Stadt Puchheim genannten Planungen.

„Es kann nicht sein“, kommentiert Kränzlein die Situation, „dass bewegungseingeschränkte Zugreisende in Puchheim noch längere Zeit Treppen überwinden müssen, aber keinerlei Erklärung bekommen, warum gerade ihr Bahnhof nicht barrierefrei ausgebaut wird oder wann dies der Fall sein wird. Ich appelliere an das Verkehrsministerium, die Barrierefreiheit in Bayern zügig umzusetzen.“

Die Haushaltspolitiker der SPD hatten die CSU in der Vergangenheit schon aufgefordert, durch ein Sonderprogramm besonders die Barrierefreiheit von Bahnhöfen zu fördern.

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